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Großbatterie­speicher für Unternehmen: Kosten & Wirtschaftlichkeit

Ob 100 kWh, 500 kWh oder im Megawatt-Bereich: Ein Gewerbespeicher ist nicht einfach nur eine Ausgabe, sondern ein cleverer Hebel für Ihre Unternehmens­strategie. Ja, die Investition ist hoch, aber jeder Euro zahlt sich langfristig mehrfach aus: Ob durch niedrigere Energiekosten, mehr Unabhängigkeit vom Strommarkt, abgesicherte Prozesse oder neue Einnahme­möglichkeiten.

Große Preisspanne für gewerbliche Stromspeicher

Stromspeicher für Unternehmen reichen von kleinen Gewerbespeichern (rund 50 bis 500 kWh), über Industriespeicher (ab 500 kWh) bis zu Energiespeichern in Containerform (Megawatt-Bereich). Genauso divers ist auch das Pricing für gewerbliche Batteriespeicher. Die Preise für kleinere Speicher starten im unteren bis mittleren fünfstelligen Bereich, während die Kosten für Industrie- und Großspeicher häufig im hohen fünf- bis siebenstelligen Euro-Bereich liegen.

Der Preis hängt von zahlreichen Faktoren wie Kapazität, Leistung, Konfiguration und dem gewählten Anbieter ab. Auch, ob Wechselrichter, Installation & Co. im Preis inklusive sind, wirkt sich stark auf die finalen Kosten aus. Kleinere Systeme sind teils standardisiert, während größere Ausführungen oft projektbasiert geplant werden. Dies hat ebenfalls große Auswirkungen auf die Kosten, die auf Sie zukommen. Möchten Sie ein kombiniertes System aus Gewerbespeicher und PV-Anlage, müssen Sie mit deutlich mehr Kosten rechnen.

Darum lohnt sich die Investition in einen Gewerbespeicher

Das bedeutet: In der Regel - je nach Größe und Ausstattung Ihres Gewerbespeichers - müssen Sie mit hohen Anschaffungs­kosten, nicht selten im sechsstelligen Bereich, rechnen. Die gute Nachricht: Die Investition zahlt sich aus. Setzen Sie auf einen gewerblichen Energiespeicher, profitieren Sie von zahlreichen Vorteilen, die die Kosten langfristig amortisieren:

Eigenverbrauchs­optimierung

Wussten Sie, dass Unternehmen ohne Speicher nur rund 20-40% ihres PV-erzeugten Stromes selbst nutzen können? Der Rest fließt zu niedrigen Einspeise­vergütungen ins Netz. Mit einem Gewerbespeicher können Sie den Eigenverbrauch auf rund 80% steigern und Ihren PV-Überschuss bei Bedarf nutzen.

Lastspitzen­management (Peak Shaving)

Energieintensive (Industrie-)Betriebe kennen das Dilemma: Die Stromrechnung setzt sich in Deutschland nicht nur aus dem verbrauchten Strom (kWh) zusammen, sondern zu erheblichen Teilen auch aus der höchsten abgenommenen Leistung (kW) des Jahres, auch bekannt als Leistungspreis. Entscheidend ist dabei die stärkste Viertelstunde im Jahr: Läuft eine Anlage für 15 Minuten auf Hochtouren, kann dies bereits die Netzentgelte für das gesamte Jahr massiv erhöhen. Hier kommt Peak Shaving bzw. Lastspitzen­kappung ins Spiel: Ein Batteriespeicher erkennt drohende Lastspitzen und gibt genau dann gespeicherte Energie ab, wodurch die Spitzenlast am Netzanschluss unter einem definierten Grenzwert bleibt. Das Ergebnis: Vermeiden von teuren Leistungsspitzen und Senkung von Netzentgelten.

Notstrom­versorgung

Fällt das Netz aus, springen moderne Gewerbespeicher in nur wenigen Millisekunden auf Inselbetrieb um. So können kritische Bereiche und Prozesse wie Kühlketten, Sicherheits­beleuchtung oder Serverinfrastruktur auch bei Stromausfall weiter betrieben werden.

Last­verschiebung

Mit dynamischen Stromtarifen, die seit 2025 flächen­deckend verfügbar sind, können Speicher nachts oder bei negativen Börsenpreisen günstig geladen werden. Unternehmen mit Flexibilität im Lastprofil können so energie­intensive Prozesse in günstigere Tarifzeiträume verlagern und dadurch aktiv Energiekosten steuern.

Abgabe zu erlösstarken Zeiten

Wer Solar- oder Windparks entwickelt, kennt das Problem: Strom wird erzeugt, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht - nicht unbedingt dann, wenn er gefragt ist und am meisten kostet. Ein Akku-Container direkt am Erzeugungs­standort speichert den über­schüssigen Strom und gibt ihn zu erlösstarken Zeiten ans Netz ab. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit des Projekts erheblich und schützt vor negativen Börsenpreisen.

Stabilisierung von Netzen

Das Stromnetz ist wie eine Autobahn: Zu Stoßzeiten droht Stau, nachts ist sie leer. Großspeicher in Containerform helfen Netzbetreibern, Frequenz und Spannung stabil zu halten, Engpässe zu überbrücken und den Ausbau teurer Netz­infrastruktur zu verzögern oder zu vermeiden.

Arbitrage & Regelenergie

Ein Stromspeicher Container kann als eigenständiges Geschäftsmodell betrieben werden: Strom günstig einkaufen, teuer verkaufen - sogenannte Arbitrage. Dazu kommen Erlöse aus Regel­energie­märkten (FCR, aFRR, mFRR) und perspektivisch aus neuen Märkten wie der Momentan­reserve. Batteriespeicher sind damit ein attraktives Investment mit kalkulierbaren Ertragsströmen.

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