Industrie PCs: widerstandsfähig & langlebig

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Industrie PC: Die richtige Lösung für jeden Einsatz

Stellen Sie sich vor, die Steuerungs­einheit Ihrer Fertigungs­anlage streikt – mitten im laufenden Betrieb, bei 50 Grad Umgebungs­temperatur, mit Staub in der Luft und Vibrationen im Boden. Ein handelsüblicher Bürocomputer wäre in dieser Situation längst ausgefallen. Ein Industrie PC nicht. Er ist genau dafür gebaut: für Umgebungen, in denen normale Hardware versagt.

Ob in der Fertigung, im Logistiklager, auf Baustellen oder im Außendienst: robuste Industrie­computer übernehmen Steuerungs-, Überwachungs- und Daten­verarbeitungs­aufgaben, die rund um die Uhr zuverlässig erledigt werden müssen. Die Auswahl an Gerätetypen ist dabei groß und reicht von kompakten Embedded-PCs über Panel-PCs mit Touchscreen bis hin zu robusten Industrie-Tablets und -Laptops für den mobilen Einsatz.

Was ist ein Industrie PC und warum reicht ein normaler Computer nicht?

Ein Industrie PC (kurz IPC) ist ein speziell für den industriellen Dauereinsatz entwickelter Computer. Im Gegensatz zu handelsüblichen Büro- oder Consumer-PCs ist er auf Robustheit, Langzeit­verfügbarkeit und Zuverlässigkeit unter extremen Bedingungen ausgelegt.

Konkret bedeutet das vor allem: Industrie-Computer sind gegen Staub, Feuchtigkeit, Vibrationen, Stöße und extreme Temperaturen geschützt. Sie sind für Umgebungen konzipiert, in denen Ausfallzeiten keine Option sind. So laufen sie im 24/7-Dauerbetrieb, ohne dabei zu überhitzen oder auszufallen. Viele Modelle werden als Rugged PC oder Ruggedized PC bezeichnet, was auf ihre besonders widerstandsfähige Bauweise hinweist.

Arten von Industrie PCs: Welches System passt zu Ihrem Betrieb?

Der Markt bietet eine Vielzahl an Industrie-PC-Typen, die sich in Bauform, Einsatzgebiet und Ausstattung erheblich unterscheiden. Welche Art von Industrie-Computer für Ihren Betrieb die richtige Wahl ist, hängt daher von Ihren individuellen Anforderungen ab. Wir geben einen schnellen Überblick:

Embedded-PCs sind kompakte, lüfterlose Computer, die direkt in Maschinen, Steuerungs­schränke oder Anlagen integriert werden. Durch ihren modularen Aufbau lassen sie sich flexibel an individuelle Anforderungen anpassen. Sie werden besonders häufig in der Maschinen­steuerung, Automatisierung und Prozess­überwachung eingesetzt.

Panel-PCs beschreiben Industrie-PCs mit integriertem Touchscreen-Display, die direkt an Maschinen oder in Produktions­linien verbaut werden. Bediener steuern darüber Prozesse und rufen Daten ab. Sie sind ideal für Fertigungs- und Produktions­umgebungen, in denen der Platz begrenzt ist.

Diese Systeme werden in 19-Zoll-Schränke oder Maschinenracks eingebaut und bieten hohe Rechenleistung für anspruchsvolle Steuerungs- und Visualisierungs­aufgaben. Sie eignen sich besonders für Anwendungen mit umfangreichen Schnitt­stellen­anforderungen.

Sogenannte Hutschienen-PCs sind speziell für die Montage auf DIN-Schienen in Schaltschränken entwickelt. Sie sind besonders verbreitet in der Gebäude­automation und bei IoT-Anwendungen, wo eine nahtlose Integration in bestehende Elektro­installationen gefragt ist.

Mini-PCs sind ultrakompakte Geräte mit geringem Energieverbrauch und dadurch ideal für beengte Einbausituationen, in denen herkömmliche Systeme schlicht nicht hineinpassen. Die lüfterlose Bauweise verhindert das Eindringen von Staub und macht diese PCs besonders wartungsarm.

Industrie-Tablets sind robuste Touchscreen-Geräte mit IP-Zertifizierung (z. B. IP65), häufig ausgestattet mit integrierten Scannern, 4G-Modulen und Wechselakkus. Sie werden überall dort eingesetzt, wo Mobilität gefragt ist: im Lager, in der Kommissionierung, im Außendienst und in Fahrzeugen.

Ähnlich zu Industrie-Tablets sind Industrie-Laptops stoßfeste, spritzwasser­geschützte Mobilcomputer für den robusten Außen- und Feldeinsatz. Anders als Consumer-Laptops halten sie den Anforderungen auf Baustellen, in Fahrzeugen und im Service­techniker­alltag stand.

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Für wen lohnt sich ein Industrie PC?

Industrie­computer sind kein Nischenprodukt für wenige Spezial­anwendungen, sie kommen in zahlreichen Branchen und Betriebsgrößen zum Einsatz. Vor allem in folgenden Bereichen sind sie unverzichtbar:

  • Produktions- und Fertigungs­unternehmen nutzen IPCs zur Maschinen­steuerung, Anlagen­visualisierung und Qualitäts­sicherung direkt in der Fertigung. Für sie zählen vor allem Ausfall­sicherheit und lange Komponenten­verfügbarkeit.
  • Maschinen- und Anlagenbauer integrieren Embedded-PCs und Panel-PCs in ihre Produkte, um Steuerungs- und Daten­verarbeitungs­aufgaben direkt in der Maschine zu erledigen.
  • Logistik und Transport setzt auf Industrie-Tablets und -Laptops in Fahrzeugen und Lägern. Mobile Datenerfassung, Scanfunktionen und robuste Gehäuse sind hier entscheidende Auswahl­kriterien.
  • Versorgungs­unternehmen und Bauwesen benötigen wetterfeste, zertifizierte Systeme für den Außeneinsatz – sei es in Schalt­schränken, auf Baustellen oder in mobilen Einsatz­fahrzeugen.

Industrie PC kaufen: Worauf kommt es an?

Wer einen IPC kaufen oder einen passenden Anbieter sucht, steht vor einer Vielzahl an Entscheidungen. Die wichtigsten Auswahlkriterien im Überblick:

Schutzklasse (IP-Zertifizierung)

Je nach Einsatzort ist ein bestimmter Schutz gegen Staub und Feuchtigkeit erforderlich. IP65 schützt vor Strahlwasser, IP67 auch vor zeitweiligem Untertauchen. Für sehr raue Umgebungen sollten Sie mindestens IP65 einplanen.

Lüfterlos oder belüftet

Lüfterlose Systeme sind wartungsärmer und unempfindlicher gegenüber Staub. In sehr rechenintensiven Anwendungen kommen jedoch belüftete Systeme zum Einsatz, die eine höhere Leistung bereitstellen.

Langzeit­verfügbarkeit der Komponenten

Im industriellen Umfeld werden Systeme oft viele Jahre betrieben. Industrie-PC-Hersteller garantieren typischerweise eine mehrjährige Verfügbarkeit identischer Komponenten – ein entscheidender Unterschied zu Consumer-Hardware.

Schnittstellen und Konnektivität

Abhängig von der Anwendung sind serielle Schnittstellen (RS-232, RS-485), industrielle Feldbus­anbindungen oder spezifische I/O-Schnittstellen erforderlich. Prüfen Sie vorab, welche Anschlüsse Ihre Anwendung zwingend benötigt.

Betriebs­temperaturbereich

Manche Produktions­umgebungen haben extreme Temperaturen. Industrie-PCs sind häufig für erweiterte Temperatur­bereiche bis -40°C oder +70°C ausgelegt.

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