Solaranlage: Kauf, Miete & Pacht
Die Energie- und Klimakrise sind in vollem Gange. Ein Teil der Lösung: Erneuerbare Energie durch Solaranlagen. Sie senken Kosten, sichern Unabhängigkeit und sind umweltfreundlich. Wir informieren über die Finanzierungsodelle Kauf, Miete und Pacht und erläutern, für wen sich die Anschaffung lohnt.
Finanzierung einer Solaranlage
Die Anschaffung einer Solaranlage ist eine große Investition. Für die Finanzierung stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung:
- Kauf
- Miete
- Pacht
- Fördermittel
- Einspeisevergütung
Kauf, Miete oder Pacht
Wenn Sie sich mit der Anschaffung einer Solaranlage beschäftigen, stoßen Sie auf drei verschiedene Erwerbsmöglichkeiten: Kauf, Miete, Pacht. Beim Kauf einer Solaranlage müssen Sie für die Gesamtkosten aufkommen, sind dann allerdings auch alleiniger Eigentümer. Wartungen, Versicherungen & Co. liegen demnach in Ihrer Verantwortung.
Anders ist das bei der Miete oder Pacht von Solaranlagen. Die beiden Begriffe werden beim Thema Solaranlagen - auch von Energieversorgern - häufig synonym verwendet, was allerdings nicht ganz korrekt ist. Denn Miete bedeutet: Die Eigentümerschaft bleibt beim Anbieter, genutzt wird die Anlage jedoch von Ihnen. Sie erlangen also ein Nutzungsrecht. Das ist auch bei einer Pacht der Fall. Allerdings kommt hier ein entscheidender Punkt hinzu: Pächtern ist es möglich, die Anlage zu bewirtschaften, also Einnahmen durch sie zu generieren. Sie können den Strom sowohl selbst nutzen als auch ins öffentliche Stromnetz einspeisen. Solaranlagen werden in der Regel gepachtet und nicht gemietet - da jedoch der Begriff „Miete“ deutlich verbreiteter ist, werden derartige Angebote oftmals unter Synonymen vermarktet.
Bei einer Pacht oder Miete müssen Sie nicht direkt den Gesamtbetrag bezahlen. Üblicherweise erfolgt die Zahlung in monatlichen Beiträgen. Bei Enpal müssen Sie bspw. je nach Anlagengröße zwischen 114 und 202 Euro monatlich zahlen.
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Wer profitiert von einer Solaranlage?
Aufgrund der zahlreichen Vorteile der Installation einer Solaranlage, ist sie sowohl für Betriebe als auch Privatleute sehr interessant. Denn auch wenn sie in der Anschaffung eine große Investition darstellt, haben sich die Kosten innerhalb weniger Jahre bereits amortisiert.
Es gilt: Wird der Strom mindestens zum Teil selbst verbraucht, lohnt sich die Investition (fast) immer. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Ein- oder Mehrfamilienhaus, eine Wohnung oder ein Betriebsgebäude handelt. Bei einem Einfamilienhaus refinanziert sich die Anlage bei Selbstnutzung des Stroms bspw. ab ca. 10 Jahren. Aber auch für Wohnungen kann eine Solaranlage durchaus interessant sein. Hier ist es allerdings besonders wichtig, dass der Strom selbst genutzt wird. Denn in der Regel bieten Wohnungen wenig Platz und es lässt sich nur eine sehr kleine Anlage - bspw. auf dem Balkon - installieren.
Wenn Sie den gesamten Solarstrom einspeisen möchten, lohnt sich die Anschaffung einer Anlage nicht, da die geringe Einspeisevergütung die Anschaffungskosten nicht decken kann. Bei Mehrfamilienhäusern bietet sich die Möglichkeit des Mieterstroms: Der Vermieter kann beispielsweise eine Anlage auf dem Dach installieren lassen und den Strom seinen Mietern zum vergünstigten Strompreis anbieten. Solaranlagen lohnen sich nicht nur bei Neubauten. Auch bei bestehenden Häusern macht es Sinn, nachträglich eine Solaranlage zu installieren. Die einzige Voraussetzung: Der Zustand des Daches muss noch ausreichend gut sein und aufgrund der hohen Lebenserwartung von Solaranlagen noch mindestens 25 Jahre halten.
Großer Nutzen für Unternehmen
Für Unternehmen ist die Selbstnutzung des Stroms noch lohnenswerter als für Privathaushalte, da die Möglichkeiten viel größer sind. So steigt die Rendite deutlich, wenn der Strom selbst verbraucht wird. Da in Unternehmen besonders tagsüber Betrieb herrscht - Maschinen laufen, die Beleuchtung ist an oder die Klimaanlage wird genutzt - und die Solaranlage genau dann den Strom produziert, lässt er sich direkt optimal verwenden. Für Betriebe ist das ein großer Vorteil, denn die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage ist am größten, wenn der Strom direkt selbst verbraucht wird.
Zusätzlich profitieren Unternehmen von einem Stromspeicher. Denn oftmals herrscht am Wochenende Stillstand und der Energieverbrauch ist entsprechend gering. Es lohnt sich daher, den erzeugten Strom in dieser Zeit zwischenzuspeichern und später unter der Woche zu verwenden. Alternativ können die Überschüsse ins Stromnetz eingespeist werden.