Solaranlage: Kosten & Preisbeispiele
Die Energie- und Klimakrise sind in vollem Gange. Ein Teil der Lösung: Erneuerbare Energie durch Solaranlagen. Sie senken Kosten, sichern Unabhängigkeit und sind umweltfreundlich. Wir informieren, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und geben Preisbeispiele.
Kosten & Preisbeispiele
Die Kosten für eine Solaranlage setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen und sind daher nur schwer zu pauschalisieren. Folgende Faktoren haben einen Einfluss darauf, wie viel Sie am Ende für eine Solaranlage bezahlen müssen:
- Anschaffungskosten
- Ausgewähltes Zubehör (bspw. Stromspeicher)
- Installation
- Versicherung, Wartung, Ausbau & Co.
- Anschluss an das öffentliche Stromnetz
Anschaffungskosten
Der Preis für eine Solaranlage wird in kWp - Kilowatt-Peak, bzw. Spitzenleistung - berechnet. Je nach Größe der Anlage differieren die Kosten daher stark, denn je größer die Anlage, desto mehr kWp kann sie erbringen. Es macht einen großen Unterschied, ob Sie eine Solaranlage für Ihr Haus oder Ihre Firma suchen. Denn Betriebe haben in der Regel einen deutlich höheren Stromverbrauch und mehr Platzbedarf. Mit der Größe der Anlage sinkt der kWp-Preis, sprich: Je größer die Anlage, desto günstiger der kWp-Preis.
Kostenbeispiel: Privathaushalte
Privathaushalte haben in der Regel Anlagen zwischen drei und zehn kWp, abhängig vom Stromverbrauch und der vorhandenen Fläche.
- Verhältnismäßig kleine PV-Anlagen (ca. drei kWp) kosten durchschnittlich rund 1.600 bis 1.700 Euro pro kWp netto. Folglich entstehen folgenden Anschaffungskosten:
3 x 1.600 = 4.800 Euro bis 3 x 1.700 = 5.100 Euro - Größere Anlagen für Privathaushalte (ca. zehn kWp) kommen in der Regel auf 1.300 bis 1.400 Euro pro kWp. Folglich entstehen folgende Anschaffungskosten:
10 x 1.300 = 13.000 Euro bis 10 x 1.400 = 14.000 Euro
Die Preisspanne für die Anschaffungskosten einer Solaranlage für Privathaushalte liegt dementsprechend je nach Größe und Leistung bei rund 5.000 bis 15.000 Euro.
Kosten für Firmen
Kleines Start-Up, großes Bürogebäude, verfügbare Freiflächen und Parkdächer: Für Firmen ist die Spanne aufgrund der großen Unterschiede des Platzbedarfs und des Stromverbrauchs je nach Unternehmen deutlich schwerer anzugeben.
Tendenziell beginnen die Kosten einer Anlage hier bei ca. 10.000 bis 15.000 Euro und sind nach oben quasi offen.
Zubehör, Versicherung & Co.
Neben den Anschaffungskosten kommen weitere (Neben-)Kosten für Zubehör, Versicherung oder Wartung hinzu:
- Für einen Stromspeicher können Sie bspw. mit rund 950 Euro pro Kilowattstunde (kWh) rechnen. Die kWh stellt in diesem Fall die Speicherkapazität des Stromspeichers dar
- Für einen Wechselrichter kommen ca. 1.500 Euro hinzu
Auch Kosten für Wartung und Versicherung müssen Sie einplanen. Die Versicherung für eine Solaranlage ist wichtig, um einen störungsfreien Betrieb zu garantieren. Denn Solaranlagen sind Risiken ausgesetzt, auf die Sie nur wenig bis keinen Einfluss haben: Feuer, Stürme, Erdbeben, Vandalismus oder Tierverbiss sind nur einige davon. Achten Sie beim Abschluss der Versicherung nicht nur auf den Jahresbeitrag, sondern auch auf den Leistungsumfang - denn dieser unterscheidet sich bei den zahlreichen Versicherungsanbietern auf dem Markt stark.
Auch wenn die Kosten für eine Solaranlage zunächst sehr hoch sind, haben sie sich bereits nach wenigen Jahren amortisiert. Ab diesem Zeitpunkt profitieren Sie von enormen Kosteneinsparungen und generieren langfristig ein finanzielles Plus. Solaranlagen-Anbieter verschiedener Preiskategorien finden Sie mit unserem kostenlosen und unverbindlichen Angebotsvergleich.
Besteht in Deutschland eine Solarpflicht?
Auch die Regelungen zur Solarpflicht sind je nach Bundesland verschieden, der Trend geht jedoch klar in Richtung Pflicht. Das liegt nicht zuletzt an den Klimazielen der Bundesregierung, nach denen bis 2030 80% des Strombedarfs in Deutschland aus erneuerbaren Energien stammen soll. In einigen Bundesländern, beispielsweise Baden-Württemberg, besteht bereits seit Januar 2022 die Pflicht, Neubauten von Nichtwohngebäuden mit einer PV-Anlage auszustatten. Seit Mai 2022 gilt diese Regelung dort auch für Neubauten von Wohngebäuden. Möchten Sie eine Dachsanierung vornehmen, gilt in BaWü ab Januar 2023 ebenfalls die Pflicht, eine Solaranlage einbauen zu lassen.
In NRW beispielsweise sind die Regelungen aktuell noch lockerer. Hier gilt die Pflicht nur für geeignete Parkflächen mit mehr als 35 Stellplätzen, vorausgesetzt die Fläche gehört zu einem Nichtwohngebäude. Es gibt also deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern, sodass aktuell noch nicht von einer einheitlichen Solarpflicht gesprochen werden kann.
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