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Einkaufsfinanzierung - heute bestellen, später bezahlen

Ein beliebtes Instrument der Fremdfinanzierung ist die Warenvorfinanzierung. Hierbei handelt es sich um ein kurzfristiges Liquiditätsinstrument, bei dem es sich genau genommen um keinen Kredit handelt. Es wird häufig von Händlern oder produzierenden Unternehmen eingesetzt, die Produkte auf Lager halten müssen und somit viel gebundenes Kapital bevorraten.

Wenn die Zahlungsziele der Lieferanten kürzer sind als die Zeit bis die Produkte weiterverkauft werden, muss der Unternehmer wirtschaftlich in Vorleistung treten. Sofern er dies nicht aus Rücklagen finanzieren kann, entsteht dabei ein Liquiditätsengpass, der mit einer Einkaufsvorfinanzierung gedeckt werden kann. Diese wird in Fachkreisen auch Finetrading genannt.

Wie funktioniert die Einkaufsfinanzierung?

Die Vorfinanzierung von Waren und Materialeinkauf erfolgt durch einen unabhängigen Finanzdienstleister, den sog. Finetrader. Dies sind spezialisierte Kreditgeber, häufig auch Fintechs, und keine klassischen Banken. Der Finetrader agiert als Vermittler zwischen Käufer und Lieferant. Der Prozess gliedert sich in vier Schritte:


Finetrading-Vertrag

Sie vereinbaren in einem Finanzierungs­vertrag mit dem Kreditgeber (Finetrader) eine Kreditlinie zur Vorfinanzierung von Material- und Wareneinkäufen. Diese Vereinbarung beinhaltet eine feste Gebühr sowie eine Frist für die spätestmögliche Rückzahlung der vorfinanzierten Beträge.


Bestellung & Lieferung

Wie gewohnt bestellen Sie die Waren bei Ihrem bevorzugten Lieferanten. Für die Verhandlung von Konditionen und Lieferterminen bleiben Sie verantwortlich, informieren den Finetrader jedoch über den Bestellvorgang. Der Lieferant entsendet die Bestellung direkt an Ihren Betrieb.


Rechnung & Zahlung

Der Lieferant stellt seine Rechnung direkt an den Finetrader. Die Zahlung leistet der Zwischenfinanzierer unter Abzug möglicher Skonti und Einhaltung der Zahlungsfrist unmittelbar an Ihren Lieferanten. Rechtlich erwirbt der Finetrader in diesem Zuge das Eigentum an den Waren.


Weiterberechnung

Die Kosten des Einkaufs werden vom Intermediär zzgl. einer vereinbarten Gebühr an Sie weitergereicht. Sie begleichen die Rechnung zum vereinbarten Zahlungsziels. Dieses kann je nach Vereinbarung bis zu 120 Tage nach Warenlieferung betragen. Mit Rückzahlung erhöht sich die Kreditlinie wieder für künftige Bestellungen.

Die vorfinanzierten Waren dienen zugleich als Sicherheit für den Finzierer und verweilen in dessen Besitz, wodurch die Gebühren für die Einkaufsfinanzierung vergleichsweise niedrig (ab 2-3 Prozent p.a.) und die Antragsverfahren unkompliziert sind. Dies schließt allerdings auch ein, dass nicht jede Art von Ware oder Material vorfinanziert werden kann. Unterliegt der Wert, z.B. durch Verderblichkeit wie bei Lebensmitteln, Schwankungen, ist eine Warenvorfinanzierung ausgeschlossen.

Typische Anwendungsfälle

Mit Finetrading lassen sich Vermögensgegenstände des Umlaufsvermögens finanzieren. Dies sind materielle Gegenstände, die nur kurzzeitig bilianziell aktiviert werden. Konkret geht es um Waren, die weiterverkauft werden oder Material und Rohstoffe, die für die Weiterverarbeitung vorgesehen sind. Auch Zwischenerzeugnisse im Fertigungsprozes können vorfinanziert werden.

Ursprüngliche Zielgruppe für die Warenvorfinanzierung sind mittelständische Betriebe mit einem jährlichen Einkaufsvolumen von 100.000 €. In den letzten Jahren haben jedoch auch einige Startups des Finetrading-Markt betreten, die durch schlanke Prozess in der Lage sind, auch niedrige 4-stellige Beträge vorzufinanzieren.

Einzelhändler

Einzelhandel & Onlineshops

Kleine Einzel- und Fachhändler mit unzureichender Kapital­aus­stattung haben über Einkaufs­vorfinanzierung die Möglichkeit kurzfristig Ihre Liquidität zu steigern. Die Verfügbarkeit von Artikel, die nicht auf Komissions­basis beschafft werden können, wird erhöht und somit der Umsatz gesteigert.

Großhandel

Groß- & Fachhandel

Finetrading zur Lagerfinanzierung ist besonders für Händler interessant, deren Produkte schwankenden Preisen unter­liegen. In solchen Fällen kann eine mittelfristige Bevorratung trotz der damit verbundenen Kapital­bindung sinnvoll sein. So lässt sich Ware dann einkaufen, wenn Sie besonders günstig ist.

Industrielle Produktion

Industrielle Produktion

In der Produktion ergeben sich oft Aufträge mit hohem Materia­laufwand, deren Bearbeitung Zeit in Anspruch nimmt. Zulieferteile und Rohstoffe müssen dann über die Zeitspanne des Produktions­prozesses vorfinanziert werden. Diese Belastung lässt sich über Auftragsvorfinanzierung outsourcen.

Kosten für die Einkaufsfinanzierung

Der Finanzierer erhebt für die Zwischenfinanzierung eine Stundungsgebühr. Diese ist abhängig von der Bonität des Finetrading-Nutzers. Dabei handelt es sich nicht um Zinsen. Dies ist wichtig für die buchhalterische Behandlung der Kosten.

Der Finetrader schließt eine Warenkreditversicherung ab, um die Transaktion abzusichern. Die Gebühren für den Nutzer bewegen sich zwischen 0,5 und 2,0 Prozent pro Monat. Somit ist die Einkaufsvorfinanzierung nicht geeignet, um Zahlungsziele langfristig zu verschieben. Hier ist ein klassischer Firmenkredit das günstigere Instrument.

Bei der Betrachtung der Konditionen unterschiedlicher Anbieter ist darüber hinaus zu beachten wie diese mit Skonti verfahren, die vom Lieferanten gewährt werden. Oft werden diese mit den Gebühren verrechnet und an Sie weitergereicht, so dass Sie eine Reduktion erzielen können.

Üblich sind zudem einmalige Bearbeitungsgebühren für die Einrichtung der Kreditlinie. Hier sollten Sie darauf achten, dass diese nur im Erfolgsfall und nicht schon bei der Prüfung Ihres Antrags erhoben werden. Das nachfolgende Kostenbeispiel demonstriert die Vorfinanzierung einer Warenbestellung über 80.000 Euro:

Bei durchschnittlicher Bonität unter Berücksichtigung einer Weitereichung des Skontos
Waren-Bestellwert 80.000,00 €
zzgl. 1,5% mtl. Finetrading-Gebühr bei 60-Tage Zahlungsziel 80.000 € x 2 x 1,5% = +2.400,00 €
abzgl. 2% Skonto durch den Lieferanten 80.000 € x 2% = -1.600,00 €
Gesamtkosten inkl. Warenvorfinanzierung 80.800,00 €

Vor- und Nachteile von Finetrading

Die Vorfinanzierung von Aufträgen, Lagerbeständen der Wareneinkäufen mittels Finetrading ist ein beliebtes Finanzierungs-Instrument im Mittelstand. Dies liegt vor allem an der Flexibilität und dem unkomplizierten Antragsverfahren. Es ist jedoch zu beachten, dass bei regelmäßigem Einsatz ein klassischer Firmenkredit meist die günstigere Option ist.

Vorteile

  • Ausgleich saisonaler Preisschwankungen
  • Ausnutzung von Mengenrabatten / Vermeidung von Mindermengenzuschlägen durch größere Bestellungen
  • Kürzere Lieferzeiten für Ihre Kunden durch größere Lagerbestände
  • Unkompliziertes Antragsverfahren ohne umfassenden Rating-Prozess

Nachteile

  • Dynamische Entwicklung der Gebühren im Zeitverlauf
  • Höhere Kosten im Vergleich zum klassischen Firmenkredit
  • Korrekturen der Kreditlinie durch den Finanzerer jederzeit möglich

Es gibt eine Reihe von Argumenten für und gegen eine Einkaufsfinanzierung, weshalb wir Ihnen eine kostenlose Beratung durch einen Finanzexpterten empfehlen.

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