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SodaStream, Levivo und Co.: Sprudelwasser selber machen

Wassersprudler können einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten, indem man durch ihre Nutzung Plastikabfall reduziert sowie das Zurücklegen von Transportstrecken weitestgehend vermeidet. Und natürlich können sie auch zu einer Entlastung von Rücken und Gelenken beitragen, da auch jegliches schweres Kistentragen von Mineralwasserflaschen vermieden wird. Aber entlasten Wassersprudler im Vergleich zu bereits in Flaschen abgefülltem Mineralwasser letztendlich auch den Geldbeutel?

Sprudelwasser auf Knopfdruck - wie funktionieren Wassersprudler?

Wasserspender von Marken wie SodaStream, Aarke oder Levivo finden immer häufiger Verwendung in Büros, Betrieben und Privathaushalten. Doch wie funktionieren die beliebten Geräte eigentlich und was ist bei der Nutzung zu beachten? Wassersprudler ermöglichen es Leitungswasser mit Kohlensäure zu versetzten. Kohlensäure ist eine anorganische Säure, die erst durch die Verbindung von Kohlenstoffdioxid (CO₂) mit Wasser (H₂O) entsteht.

Natürliche Kohlensäure - hätten Sie es gewusst?

Zwar kann Kohlensäure Wasser künstlich hinzugefügt werden, jedoch gibt es auch natürliche Vorkommen der Verbindung. Das Auftreten natürlicher Kohlensäure ist hier vor allem dem Vulkanismus zu verdanken, da abkühlendes oder erstarrendes Magma Kohlenstoffdioxid freisetzt. Wird das Gas freigesetzt, steigt es durch die Gesteinsschichten empor. Kommt das Kohlenstoffdioxid auf seinem Weg mit Wasser in Verbindung, reagiert es mit diesem und bildet Kohlensäure. Diese natürliche Art der Kohlensäure kommt besonders häufig in Gebieten vor, welcher in der Vergangenheit starke vulkanische Tätigkeiten aufweisen konnten, wie beispielsweise die Eifel.

Um das Leitungswasser mit Kohlenstoffdioxid zu versetzten, wird ein unter Druck stehender CO₂-Zylinder in den Wasserspender eingesetzt. Auf Knopfdruck leitet der Zylinder nun das CO₂ in das Leitungswasser, welches mit dem Kohlenstoffdioxid reagiert und Kohlensäure bildet. Der Nutzer kann hier den Kohlensäuregehalt des Getränkes selber bestimmen, denn es gilt: je länger der Knopf gedrückt ist, desto kohlensäurehaltiger ist das Ergebnis.

Laufende Kosten in Wassersprudlern

Erfrischendes Wasser aus dem Wassersprudler
Erfrischend und feinperlig: Wasser aus dem Wassersprudler

Ein Plus für die Entlastung der Umwelt und für den geschundenen Rücken können Wassersprudler im Vergleich zu gekauften Mineralwasserflaschen durchaus verbuchen, doch wie sieht es bei den einmaligen und den laufenden Kosten aus? Erweisen sich Wassersprudler am Ende vielleicht doch noch als Kostenfalle?

Wassersprudler punkten nicht nur in Sachen Umwelt und Komfort. Gegenüber dem Kauf von abgefüllten Mineralwasserflaschen aus dem Handel liegen sie in der Regel auch vom Preis her vorne, sofern Sie nicht die günstigsten Mineralwasserflaschen aus dem Discounter kaufen. Diese liegen nämlich bereits dann preislich in etwa gleich auf, jedoch nur, wenn der CO2-Zylinder des Wassersprudlers erst ab einem verhältnismäßig höheren Preis zu erwerben ist. Hierzu nachfolgend ein Rechenbeispiel:

Ausgehend von der Empfehlung, im Durchschnitt ca. 2 Liter Wasser pro Tag zu trinken, ergibt dies einen Konsum pro Person von ca. 60 Litern pro Monat (30 Tage).

  • Gesamtkosten für 60 Liter Mineralwasser aus dem Einzelhandel = ca. 9 bis 30 Euro (ohne Pfand)
  • Gesamtkosten für 60 Liter Wasser aus dem Wassersprudler = ca. 7,12 bis 9,12 Euro

Ein Tipp zum CO2-Zylinder-Kauf: Ein Preisvergleich lohnt sich! Drogerien bieten hier im Vergleich zu Supermärkten häufig die günstigeren Preise für die Tausch-Zylinder, die auch meist für jede Art von Wassersprudler geeignet sind.

Anschaffungs- und Folgekosten

Auch die einmaligen Anschaffungskosten eines Wassersprudlers sollte man bedenken. Hier findet man unterschiedliche günstige und hochwertige Modelle zahlreicher Hersteller, angefangen von SodaStream und mySodapop über Levivo und Soda Trend bis hin zu Aarke oder KitchenAid.

Tipp

Leitungswasser in die Flaschen füllen und vor Einsatz im Wassersprudler im Kühlschrank durchkühlen. Kaltes Wasser nimmt Kohlendioxid besser auf - man muss somit weniger sprudeln und der CO2-Zylinder hält länger. Wer mehrere Flaschen besitzt, kann immer eine Hälfte der Wassersprudler-Flaschen vorkühlen lassen, während die andere Hälfte in Benutzung ist.

Wem ein einfaches solides Gerät genügt, der ist mit einem Modell aus dem unteren bis mittleren Preissegment, ca. 40 bis 80 Euro, sehr gut bedient. Wer ein außergewöhnliches Design, hochwertige Materialien oder gar vollautomatische Geräte schätzt, zahlt für seinen Wassersprudler im Schnitt zwischen 100 und 300 Euro.

Die Kosten für die CO2-Zylinder sind mit 7 bis 9 Euro bereits in der Vergleichsrechnung enthalten, jedoch sollten, neben den einmaligen Anschaffungskosten des Wassersprudlers, auch einige weitere Folgekosten bedacht werden. So müssen etwa Kunststoff-Flaschen spätestens nach einem Jahr Nutzung ausgetauscht bzw. neu gekauft werden, da sie mit der Zeit porös und undicht werden können.

Neue Kunststoffflaschen (1 Liter Füllmenge) kosten, je nach Modell, im Schnitt zwischen ca. 4 und 20 Euro. Glasflaschen müssen nicht zwangsläufig ausgetauscht werden. Die Kosten für eine Glasflasche (0,5 Liter Füllmenge) beginnen bei ca. 10 Euro.

Unser Experten-Tipp: so bleibt die Kohlensäure länger in der Flasche

„Kohlensäure ist eine unbeständige Verbindung und kann sich daher besonders schnell verflüchtigen. Dies ist vor allem der Fall, wenn Flaschen nicht richtig verschlossen oder falsch gelagert werden. Kohlensäurehaltige Getränke sollten in möglichst kleinen Gefäßen gelagert werden, sodass möglichst wenig Luft in der Flasche vorhanden ist. Da Kohlensäure sich bei einer Reaktion mit Luft verflüchtigt, sollte auch immer auf eine luftdichte Schließung der Flasche geachtet werden. Zudem kann es hilfreich sein, angebrochene Flaschen verkehrt herum zu lagern, da Kohlensäure aus Behältnissen nach oben entweicht. Eine verkehrte Lagerung der Flaschen kann diesem entgegenwirken. Es ist jedoch anzumerken, dass dies nicht funktioniert, wenn mehr als die Hälfte des Flascheninhaltes fehlt. Hier sollte der Rest des Getränkes zunächst in ein kleines Gefäß umgefüllt werden.“

Anna

Anna

Online Redaktion

Flaschen in Wassersprudlern: Kunststoff oder Glas?

Ob Kunststoff- oder Glasflaschen genutzt werden können, hängt vom jeweiligen Wassersprudler ab und wird bereits bei Anschaffung des Gerätes vorgegeben. Spontan von Kunststoff auf Glas zu wechseln ist nicht so einfach möglich, selbst wenn es die Bauweise der Arretierung bzw. des Gewindes an der Düse des Wassersprudlers erlauben würde.

Glasflaschen: umweltfreundlicher als Kunststoff
Umweltfreundlicher als Kunststoff: Glasflaschen

Glasflaschen müssen aus Sicherheitsgründen stets ummantelt bzw. abgeschirmt werden, etwa durch eine vorhandene Gerätevorrichtung oder anhand von Nylonmanschetten die um die Flaschen gezogen werden, da die Möglichkeit besteht, dass diese aufgrund des CO2-Druckes platzen können. Wer grundsätzlich die Nutzung von Glasflaschen vorzieht, sollte dies idealerweise bereits bei der Anschaffung des Gerätes bedenken. Die Kosten für Wassersprudler mit Glasflaschen beginnen meist bei ca. 70 Euro.

Eine der Vorreitermarken in Punkto Glasflaschen für Wassersprudler ist hier sicher die Marke SodaStream, welche mit dem Angebot ihres Wassersprudlers SodaStream Crystal, schon früh einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leistete, indem komplett auf Glasflaschen umgestellt wurde. Obwohl das Gerät mit einem Preis von rund 100 bis 120 Euro in der Anschaffung nicht zu den günstigsten Wassersprudlern zählt, so spart man in der Folge jedoch noch einmal bei den Glasflaschen. Die müssen nämlich, im Vergleich zu Kunststoff-Flaschen, nicht regelmäßig ausgetauscht werden und dürfen sogar in die Spülmaschine.

Kunststoff


  • Platzen nicht beim Druck im Sprudelprozess
  • Nahezu bruchsicher und leicht zu transportieren
  • Für Kinder einfach in der Handhabung
  • Nicht spülmaschinenfest
  • Plastikpartikel beeinträchtigen Geschmack
  • Kurze Haltbarkeit der Flaschen

Glas


  • Umweltfreundlich: nahezu unbegrenzt haltbar
  • Spülmaschinenreinigung möglich
  • Keine geschmacklichen Beinträchtigungen
  • Höherer Anschaffungspreis
  • Der Transport von Glasflaschen ist aufwändiger
  • Die Bruchgefahr ist höher

Hygienisch reines Wasser

Für eine einwandfreie Hygiene, sollte möglichst darauf geachtet werden, dass die Flaschen vor jedem neuen Einsatz gründlich gereinigt werden. Insbesondere, sofern Sie direkt aus der Flasche trinken, da ansonsten Keime in das System gelangen können. Glasflaschen können Sie ganz komfortabel im Geschirrspüler reinigen.

Flaschen aus Kunststoff sollten Sie jedoch stets gründlich per Hand spülen, da das Material im Geschirrspüler mit der Zeit porös wird und reißen kann. Nichtsdestotrotz ist hier die Haltbarkeit von Kunststoff begrenzt. Meist wird auf den Flaschen ein Datum vermerkt, welches empfiehlt, ab wann die Flasche spätestens ausgetauscht bzw. entsorgt werden sollte. Alle Außenteile und Kontaktstellen, wie etwa die äußere Düse ihres Wassersprudlers, sollten zudem in regelmäßigen Abständen gereinigt und desinfiziert werden, um so einer Bakterienbildung bestmöglich entgegen zu wirken.

Wasserspender als langfristig günstige Alternative zu Wassersprudlern

Professionelle Wasserspender bieten sich als eine sehr gute und langfristig auch günstige Alternative zu Wassersprudlern an. Während es eine Fülle an Angeboten von verschiedenen Marken und Modellen gibt, wird bei Wasserspendern vor allem zwischen Wasserspendern mit Festwasseranschluss und Wasserspendern mit Gallonen unterschieden. Zu den zusätzlichen Fragen, die in der Auswahl eines Wasserspenders zu beachten sind, gehören vor allem Fragen nach dem Standort und Einsatzort des Gerätes, sowie die ungefähre Anzahl der zu versorgenden Personen.

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